Forschungstag vernetzt Hochschulen, Unternehmen und regionale Transferpartner erfolgreich

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Als Treffen bot der HAW-Forschungstag 2026 einen Überblick über Forschungsleistungen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften. An der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen kamen rund 200 Teilnehmer zusammen, um Vorhaben aus Themenfeldern zu erörtern. Die Formate verbanden Präsentationen studentischer Projekte mit Posterausstellungen, Promotionsinformationen und Karriereberichten. Damit wurden Forschung und Qualifizierung anschaulich dargestellt. Gleichzeitig machte die Veranstaltung sichtbar, wie aus Ergebnissen Impulse für Regionen, Institutionen, Unternehmen und Entwicklungen entstehen können.

Ludwigshafener Forschungstag fördert Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion Karrierewege (Foto: Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen)

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion Karrierewege (Foto: Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen)

Der Forschungstag der Hochschulen für angewandte Wissenschaften fand am 22. Oktober 2026 an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen statt. Mitwirkende Hochschulen kamen aus Kaiserslautern, Koblenz, Mainz, Trier, Worms und Bingen; außerdem nahm die Katholische Hochschule Mainz teil. Unter dem Leitmotiv „Zukunft ist WIR – Wissenschaft Innovation Rheinland-Pfalz“ widmete sich das Programm vorrangig dem wissenschaftlichen Nachwuchs. Es veranschaulichte, wie Forschungsarbeit an HAW Impulse für Unternehmen, Gesellschaft und Regionen liefert.

Gemeinsame HAW-Forschung fördert Innovationen, Transfer und nachhaltige regionale Entwicklung

HWG-LU-Präsident Prof. Dr. Gunther Piller betonte, dass die Forschungsleistung der Hochschulen weit über den Wissenschaftsbetrieb hinausreiche. Sie unterstütze die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen und stärke dadurch die Zukunftsperspektiven des Landes. Dr. Carola Zimmermann verwies auf die Vorteile einer abgestimmten Zusammenarbeit aller HAW in Rheinland-Pfalz. Die Hightech-Agenda ermögliche es, bestehende Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln, neue Forschungsschwerpunkte zu bilden und regionale Partner stärker in Transferprozesse einzubinden.

Wasserstoff aus Biomasse erweitert Spektrum nachhaltiger Hochschulforschung in Rheinland-Pfalz

Die Hochschulen präsentierten ein Forschungsprofil, das naturwissenschaftliche, technische und gesellschaftliche Aspekte miteinander verbindet. Auf der Agenda standen Migrationsforschung, Untersuchungen zu Wirkungen sowie nachhaltige Baustoffe, Agrarsysteme und Biosysteme. Vorgestellt wurden auch Vorhaben zur Verbesserung des Tierwohls, medizinische Technologien, Anwendungen im Mikro- und Nanobereich, Schutz vor Cyberangriffen und Robotik. Ergänzt wurde das Spektrum durch Fragen der Arzneimittelversorgung, nachhaltige Energieversorgung und die Produktion von Wasserstoff aus Biomasse. Studenten erkennen Forschungsfelder und Perspektiven.

Hochschule Trier stellt neurochirurgisches Trainingsmodell HAMLET im Pitch vor

Die studentischen Pitches verbanden eine kompakte Darstellung mit der Einladung zur weiteren Diskussion an den Postern. Vorgestellt wurden Projekte, die technische Entwicklungen mit konkreten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen verknüpfen. HAMLET von der Hochschule Trier ist als modulares Trainingsmodell für neurochirurgische Eingriffe ausgelegt. Mit Digi-Ziege zeigte die TH Bingen eine digitale Anwendung zur automatischen Ermittlung von Tiergewichten. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit Ablenkung im Straßenverkehr, künstlicher Intelligenz und nachhaltigem Bauen mit Bambus.

Interdisziplinäre Projekte eröffnen konkrete Einblicke in Promotionswege an Hochschulen

Innerhalb der Promotionssessions erhielten Besucher Einblick in Vorhaben, die an Hochschulen entwickelt werden. Die Beiträge deckten Bereiche von Biomedical and Environmental Life Sciences über angewandte Informatik und nachhaltige Systemtechnik bis zu Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ab. Vorgestellt wurden Untersuchungen zu Ackerwildkräutern, Mikrofluidik für Blutanalysen, virtuelle Menschen und laserbasierte Spektroskopie. Auch Konsumentenverhalten, nachhaltigkeitsorientierte Entscheidungen und der Einsatz immersiver Medien in Lehrveranstaltungen waren Gegenstand der Diskussion. Die Beispiele verdeutlichten verfügbare Promotionsmöglichkeiten an HAW.

Promotionen führen in Professuren Unternehmen Gründungen und Projektmanagement gleichermaßen

Die Diskussion über Promotionsbiografien zeigte, dass der Doktorgrad keine einheitliche berufliche Richtung vorgibt. Ehemalige Doktoranden und Nachwuchsforscher berichteten von Tätigkeiten in der Lehre, in Betrieben, in der Steuerung von Vorhaben und in jungen Unternehmen. Ihre Motivation entstand aus Interesse, Empfehlungen oder Forschungsaufgaben. Zugleich unterstrichen sie den Wert eines Umfelds. Kontakte zu Fachleuten, Erfahrung außerhalb der Hochschule und gute Betreuung verbessern die Voraussetzungen für eine Promotion. Marcel Hauck empfahl eine überzeugende Themenwahl.

Markt der Möglichkeiten bündelt Angebote für wissenschaftlichen Nachwuchs übersichtlich

Der Markt der Möglichkeiten schuf einen Rahmen, in dem Besucher Beratungsangebote unmittelbar mit den vorgestellten Forschungsthemen verbinden konnten. Promotionscluster erläuterten ihre Qualifizierungsmaßnahmen und Zugänge zu Promotionsverfahren. Gründungsbüros informierten über Beratung für Geschäftsideen und Ausgründungen, während Verbundprojekte Kooperationsmöglichkeiten im Forschungsbereich darstellten. Das Format unterstützte die Entscheidung für einen Ausbildungsschritt, ein Forschungsengagement oder eine Gründung. Es machte Ansprechpartner und Strukturen sichtbar. Dokumentation des HAW-Forschungstags 2026 ist auf Website der HWG LU verfügbar.

Der HAW-Forschungstag RLP 2026 verband die Vorstellung Forschungsarbeiten mit konkreter Orientierung für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Studenten und Doktoranden nutzten Pitches, Poster und Diskussionsrunden, um ihre Themen sichtbar zu machen und Rückmeldungen aus verschiedenen Fachrichtungen aufzunehmen. Informationen zu Promotionsclustern, Transferangeboten und Gründungsunterstützung ergänzten die fachlichen Beiträge. Dadurch wurde Forschung nicht nur als akademische Leistung, sondern auch als Ausgangspunkt für regionale Innovation betrachtet. Die Veranstaltung erleichterte Vernetzung und förderte praxisnahe Lösungen.

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